Die Muskeln spielen lassen

Krafttraining erhöht die Lebensqualität

Krafttraining erhöht Muskelmasse, Kraft und Schnellkraft. Gerade ältere Menschen können daher sehr von einem gezielten Krafttraining profitieren.

„Selbst mit 80 Jahren kann man noch mit Krafttraining beginnen und Muskelmasse und Muskelkraft aufbauen“, weiß Dietmar Ostermeier, Physiotherapeut und Gesundheitstrainer in Rolfshagen. Gerade bei älteren Menschen sei das eine sehr gute Sturzprävention, denn je mehr Muskelkraft man hat, umso besser bleibt man im Gleichgewicht oder kann sich abfangen, wenn man doch einmal stolpert.

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„Durch gezieltes Krafttraining kann man seine Selbstständigkeit erhalten. Man kann Eisessen gehen, anstatt auf den Pflegedienst zu warten“, so Ostermeier. „Das Ziel sollte nicht sein alt zu werden, sondern gesund zu sterben.“ „Wir müssen die Qualität unseres Lebens erhöhen und dafür viel tun“, so Ostermeier. Bereits im Alter von 25 Jahren sei der Muskelaufbau im Körper abgeschlossen. „Dabei erreichen Kinder und Jugendliche heute aber nicht den Level, den wir früher hatten“, so der erfahrene Physiotherapeut. Zu wenig Bewegung draußen, durch zu lange Schulzeiten und die Nutzung sozialer Medien, sieht Ostermeier als Ursachen.

Bewegung sei für alle wichtig, vom Kind bis zum Senior oder der Seniorin. „Viele haben das bereits erkannt und trainieren regelmäßig. Auch Kranken- und Rentenversicherungen wissen um die Wichtigkeit der Vorsorge, denn sie sorgen dafür, dass ihre Mitglieder Krafttraining machen, indem sie die entsprechenden Kurse finanzieren“, weiß Ostermeier.

Krafttraining, auch in Verbindung mit Ausdauertraining, wie es zum Beispiel das „Milon-Training“ bei „Physio Aktiv Auetal“ bietet, wirkt laut Ostermeier nicht nur muskelaufbauend, es ist auch stimmungsaufhellend, regt den Stoffwechsel an und sorgt so für Fettabbau.

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Es stärkt das Immunsystem, beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor hilft bei Diabetes, Degenerationsprozessen im Gehirn und begünstigt sogar Krebstherapien.

„Außerdem verbessert es die Haltung und sorgt so für ein selbstbewussteres Auftreten“, stellt Ostermeier fest.

Zwei bis drei Mal pro Woche sollte man trainieren. Wobei die Pausen wichtig seien. „Im Training wird ein Reiz gesetzt, der Muskel ermüdet und durch die Pausen zwischen den Trainingseinheiten entsteht das Muskelwachstum“, erklärt der Physiotherapeut. Je eher man mit dem Training beginne, desto besser, denn der Muskel könne sich an diesen Prozess erinnern und würde auch noch Muskeln aufbauen, wenn die Trainingspause mal etwas länger wäre. „Aber wie schon gesagt, man kann auch mit 70 oder 80 Jahren noch beginnen seine Muskeln zu stärken“, so Ostermeier.

Bei „Physio Aktiv Auetal“ werden neben dem „Milon-Zirkeltraining“ auch Kurse wie Hockergymnastik angeboten. Alle zertifizierten Präventionskurse werden bis zum 100 Prozent von der Krankenkasse bezahlt.