Alternativen zum Buchs: Japanische Hülse und Gamander

Pilz und Zünsler machen Pflanzänderungen notwendig

Nicht nur im eigenen Hausgarten verzweifeln viele Hobbygärtner an dem Aussehen ihrer kleinen Buchshecke oder der Buchsbaum-Kugel im Kübel – auch auf vielen Gräbern bietet sich von jetzt auf gleich ein trauriges Bild bei vielen Buchspflanzungen. Bei der Suche nach langfristigen Lösungen ist intensives Pflanzenwissen der Friedhofsgärtner gefragt.

Schuld an Blattverfärbungen und kahl gefressenen Pflanzen können zum einen der Pilz ‚Cylindrocladium buxicola‘ oder zum anderen der Buchsbaumzünsler ‚Diaphania perspectalis‘, der sich seit Einschleppung aus Ostasien seit rund zehn Jahren in ganz Europa immer weiter verbreitet, sein.“, weiß Friedhofsgärtner Ralf Kretschmer aus Kiel. „Oftmals können wir nichts mehr tun, außer die Pflanzen systematisch auszutauschen und nach Alternativen zu suchen.“

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Viele Angehörige, die ihr Grab in guten Zustand sehen möchten, suchen Rat bei ihrem Friedhofsgärtner. Der ist neben Fragen rund um die Pflege und Neuanlage von Grabstellen auch der richtige Ansprechpartner beim Thema Pflanzengesundheit. Die Experten suchen schon seit einiger Zeit nach geeigneten Alternativen für den einst so robusten Buchsbaum. An vielen landwirtschaftlichen Forschungsinstituten laufen Testversuche. Ziel dabei ist es andere Pflanzen für den Einsatzzweck anzubieten. Friedhofgärtner vor Ort empfehlen als Alternative zum Buchs, je nach Region, beispielsweise attraktive Laubgehölze wie Ilex-Sorten (Japanische Hülse), Zwerg-Gamander oder Kirschlorbeer (Prunus). Hier kommen zwei interessante Alternativen zum Buchsbaum:

  • Ilex crenata: Die japanische Hülse wächst zwar nach ihrem Äußeren betrachtet ähnlich wie der Buchsbaum, meist aber deutlich stärker. Hier bieten die Friedhofsgärtner Sorten an, die dicht verzweigen und kompakt bleiben, wie die Sorten ‚Glorie Gem‘ oder ‚Glorie Dwarf‘.
  • Zwerg-Gamander (Teucrium): Zwerg-Gamander bilden dichte, niedrige Teppiche und wachsen eher langsam. Über dem kräftig grünen Laub erfreuen im Sommer rosa-purpurnen Blüten den Betrachter. Die Pflanzen lieben trockene, kalkhaltige Böden in vollsonniger Lage.

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Die Vorteile einer Dauergrabpflegevertrag

Dauergrabpflegeverträge kann man für sich selbst oder für verstorbene Angehörige abschließen. Sie werden deutschlandweit von zahlreichen Friedhofsgärtnereien angeboten und können einzelne Punkte beinhalten – beispielsweise die erstmalige Grabgestaltung, die jährliche Grabsteinreinigung, die saisonale Bepflanzung – oder ein Paket zur kontinuierlichen Grabpflege umfassen. Der Umfang des Auftrags richtet sich jeweils nach den individuellen Wünschen der Auftraggeberin oder des Auftraggebers.

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Die vereinbarten Dienstleistungen werden schriftlich in einem Treuhandvertrag festgehalten, den die treugebende Person direkt mit der Friedhofsgärtnerei ihres Vertrauens abschließt. Zu den Aufgaben der zuständigen Treuhandstelle gehört es, das als Einmalbetrag gezahlte Geld sicher anzulegen und zu verwalten sowie zu kontrollieren, ob die vereinbarten Dienstleistungen vertragsgemäß ausgeführt werden. Immer beliebter werden auch Komplettangebote, in denen sowohl die Bestattung und der Grabstein als auch die Grabpflege inklusive saisonalem Wechselflor enthalten sind.

Informationen zu den Dienstleistungsangeboten der Friedhofsgärtner finden Interessierte im Internet unter www.grabpflege.de oder www.raum-fuer-erinnerung.de