Ein Festival für Schnäppchenjäger

Großflohmarkt „Lütgenbremer Klüngel“ am Sonntag, 3. Mai 2026, mit 260 Ständen / Gleichzeitig Mahl- und Backtag

Von Stefan Lyrath

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Am Sonntag, 3. Mai, ist wieder „Lütgenbremer Klüngel“. Geklüngelt wird auf dem Großflohmarkt von 9 bis 17 Uhr. Die Veranstalter vom TuS Kleinenbremen haben 260 Stellflächen verkauft – ein Festival für Schnäppchenjäger. Ein Programm gibt es nicht. „Du brauchst kein Programm“, sagt Norbert Gerntrup vom Orga-Team des TuS. „Der Klüngel ist das Programm.“

Gestartet ist der Floh- und Trödelmarkt 2009 mit damals 130 Ständen. Im Jahr 2015 kratzte die Veranstaltung erstmals an der 200-Stände-Marke, seit 2016 lag sie stets darüber. Mit 260 Ständen ist die Obergrenze erreicht. Mehr geht nicht. Allein im letzten Jahr kamen geschätzte 5.000 Besucher – mindestens. Damit gilt der „Klüngel“ als zweitgrößtes Portaner Fest nach dem Stadtfest.

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Die Klüngelmeile auf der Kleinenbremer Straße und am Rehm ist etwa einen Kilometer lang. Sie führt mitten durchs Dorf, vorbei an alten Höfen und der Kirche. Verkauft werden alte Sachen vom Dachboden und aus dem Keller. Neuware gibt es – wenn überhaupt – nur vereinzelt. Der Erlös fließt in die Jugendarbeit des TuS Kleinenbremen.

Fast jedes Jahr eine neue Bestmarke. Wie erklärt sich der Erfolg? „Es handelt sich nicht um den typischen Flohmarkt in irgendeinem Industriegebiet. Der Klüngel ist ein sehr familiäres Fest“, erklärt TuS-Vorstand Ralf Brüggemann. „Die Vereine sind eingebunden, die Preise gleich geblieben“, so Norbert Gerntrup. „Die Leute finden es einfach nett. Der Klüngel ist eine feste Größe“, stellt Finanzvorstand Jürgen Lewek fest.

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Erneut beteiligt sich der Kleinenbremer Heimatverein mit einem Mahl- und Backtag. Um die hungrigen Besucher kümmert sich dessen Backgruppe rund um das Meierhof-Backhaus neben der Grundschule. „Am Sonntag werden 250 Brote, 40 Butterkuchen, belegte Brote und heiße Getränke bereitstehen. Zum Verweilen lädt ein Kaffeegarten ein“, berichtet Ulrike Müller, seinerzeit die Initiatorin der Gruppe. Im Einsatz sei ein Team von etwa 25 Ehrenamtlichen. Geöffnet ist auch Mönkhoffs Wassermühle, wo Hobby-Müller des Heimatvereins Besuchern die Mühlentechnik erklären.

Kaffee, Kuchen und Torten gibt es am Sonntag auch in einer Caféteria im Gebäude der Ganztagsbetreuung neben der Schule. Bratwurstbuden und Getränkestände sind auf dem Schulhof und am Delius-Gemeindehaus nahe der Kirche aufgebaut. An der Einfahrt zum Grillenweg bietet die Jugendfeuerwehr selbst gegrillte Burger an. In der Haltebucht vor dem Schulhof soll eine Creperie stehen, vor der Kirche und am Tankhof Harting jeweils ein Eiswagen.

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Und wohin mit dem Auto?

Laut Ralf Brüggemann stehen rund 250 Parkflächen zur Verfügung, unter anderem auf dem Mitarbeiter-Parkplatz der Bäckerei Schäfer’s an der Rückseite des Gebäudes (mit Einweisung), beim Supermarkt Tebbe, an der Bückeburger Straße oder der Alten Straße. Nebenstraßen würden gesperrt, um die Parksituation für Anwohner erträglich zu gestalten. Für Sicherheit auf der Schnäppchen-Meile sollen Terrorsperren sorgen. Im Einsatz ist auch das DRK.

Wer beim nächsten „Klüngel“ im Jahr 2027 als Standbetreiber dabei sein möchte, muss sich sputen. Diesmal waren innerhalb von 90 Minuten alle Stellflächen vergeben. „Zum ersten Mal sind wir am ersten Tag ausverkauft gewesen“, freut sich Norbert Gerntrup. Ein bisschen erinnert dieser Ansturm an den Ticketverkauf für Konzerte der „Rolling Stones“.